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Kraichgau-Odenwald | Glänzende Kühlerhauben und leuchtende Augen

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Nachbericht | Viele Zuschauer trotz unbeständigem Wetter, Fahrer und Beifahrer begeistert von der Region.

Die 25. ADAC Heidelberg Historic endete am Samstag mit der Zieleinfahrt am Technik Museum Sinsheim. Viele Zuschauer trotz unbeständigem Wetter, Fahrer und Beifahrer begeistert von der Region.

Sinsheim. Zum 25. Mal ist die ADAC Heidelberg Historic am Samstagabend am Technik Museum in Sinsheim mit großem Applaus zu Ende gegangen. Auf ihrer 540 Kilometer langen Fahrt durch Kraichgau, Kurpfalz und Odenwald durchfuhren die 186 auf Hochglanz polierten Oldtimer die schönsten Strecken der Region. Eine Genusstour sondergleichen, die Fahrer und Beifahrer vor eine sportliche Herausforderung stellte. Mit Bordbuch und „Chinesenzeichen“ mussten sich die Teams an zwei Tagen ihren Weg ins Ziel bahnen und dabei 18 Wertungsprüfungen absolvieren. Eine Herausforderung für Fahrer und Beifahrer war auch das Wetter, insbesondere für diejenigen ohne Verdeck! Mehrere Schauer durchnässten am Freitag die Insassen.

Erst der Samstag brachte ein paar Sonnenstunden. Doch die Teams nahmen es gelassen: „5 mal Nass geworden, 3 mal wieder trocken“ lachten Daniel Faulhaber und Marc Glaser, die mit ihrem offenen Jaguar XK 120 C-Type, Baujahr 1966, gutgelaunt in Sinsheim im Ziel ankamen. Der Applaus tausender Zuschauer war an vielen Streckenabschnitten Ansporn und echter Spaßgarant.

Kleine Bildergalerie

Ältestes Fahrzeug von 1923

Insbesondere der Marktplatz in Heidelberg wurde zum Publikumsmagnet. „Es ist schön zu sehen, wie viele Menschen wir mit der ADAC Heidelberg Historic begeistern können“, so Jürgen Fabry, der als Veranstalter und Sportleiter des ADAC Nordbaden e.V. die traditionelle Oldtimerrallye verantwortet. „Auch  nach 25 Jahren zieht es Alt und Jung an die Strecke. Die Faszination für Technik und das Design der automobilen Legenden ist ungebrochen“, so Fabry weiter, der betont, dass jedes teilnehmende Fahrzeug seine ganz eigene Geschichte mitbringe. Ältestes Fahrzeug im Feld war mit der Startnummer 2 ein Bentley 3 Litre TT von 1923. Nicht weniger bemerkenswert der Aston-Martin Le Mans von 1933 oder der Alfa Romeo 6c Mille Miglia von 1938. Aus den 50er bis 70er Jahren sorgten Porsche 356 und Mercedes SL „Pagode“ oder Jaguar E Type regelmäßig für Applaus am Straßenrand.

Von der FIVA, dem Weltverband für Oldtimer-Clubs, wurde die ADAC Heidelberg Historic auch dieses Jahr wieder als weltweit eine von zehn Veranstaltungen des Typs „International Event“ ausgewählt.

Auto Museum Sinsheim ist Dreh- und Angelpunkt der Rallye

Trotz des unsteten Wetters wurden die 15 Vorkriegsfahrzeuge und 171 Nachkriegsklassiker von Oldtimerfans am Freitag auf dem Marktplatz in Hockenheim und vor dem Schwetzinger Schlossplatz mit leuchtenden Augen begrüßt. Ein Meer von bunten Regenschirmen zeigte die große Zahl der Besucher auf dem Heidelberger Marktplatz und Hochstimmung herrschte auch in Spechbach, wo sich der ganze Ort alljährlich versammelt. Am Samstag wurde die Stocksbergstraße entlang der Alten Kelter in Stockheim zur Rallye-Festmeile. Bei Kaffee und Kuchen wurde jedes Fahrzeug vor dem Start zur Wertungsprüfung in den Rebanlagen beklatscht und angefeuert. Dreh- und Angelpunkt der ADAC Heidelberg Historic ist seit nunmehr 25 Jahren das Auto Museum Sinsheim. Beide Tagesetappen starten und enden im Hof des Museums, wo die Zuschauer ebenso wie am Audi Forum in Neckarsulm die Gelegenheit nutzen, die Schmuckstücke aus nächster Nähe zu betrachten und Rallye-Luft zu schnuppern.

Standing Ovations für den “Vater der Heidelberg Historic”

Bei der Siegerehrung am Samstagabend im Technik Museum freute sich Kuno Hug, der als „Vater der Heidelberg Historic“ die Rallye im Jahr 1995 erstmals veranstaltete und seither zu einer der größten Oldtimerrallyes in Deutschland entwickelt hatte, über „standing Ovations“ der Teilnehmer. Viele starten seit Jahren in Sinsheim und wissen, wieviel Herzblut Hug in dieses Event gelegt hatte, das er 2015 schließlich in die Verantwortung von Jürgen Fabry, Sportleiter des ADAC Nordbaden e.V., übergab. Seither ist Michael Steiner für den Streckenverlauf zuständig, der dieses Jahr wieder auf große Begeisterung gestoßen ist.

Auch Streckensprecher Michael Hagemann, der als Moderator seit 24 Jahren den Zuschauern an der Strecke die Fahrzeuge vorstellt, bekam viel Applaus am Ehrungsabend. Einen Sonderpreis als kleines Dankeschön für die gute Partnerschaft gab es auch für Hermann Layher und Roland Boef, denn Start und Ziel am Technik Museum in Sinsheim ist seit jeher fester Bestandteil der Rallye.

Gesamtsieger der 25. ADAC Heidelberg Historic wurde mit der Startnummer 39 das Team TÜV Süd mit Dieter und Tina Horn im Porsche 356 A T2 Coupe, Baujahr 1957 mit nur 7,32 Strafpunkten. Sie durften die begehrte Wanderdtrophäe „Kurpfalz-Odenwald Trophy“ der Landräte des Rhein-Neckar- sowie des Neckar-Odenwald-Kreises mit nach Hause nehmen.

 

Sieger in den einzelnen Gruppen

(Fahrer und Beifahrer, Bei Mannschaftsanmeldung: Team-Name, Fahrzeug, Baujahr, Startnummer):

  • Gruppe D:          bis Baujahr 31.12.1945
  • Helmut Nigst und Reinhard Moll, Riley Racing Team, im Riley TT Sprite Special, Bj. 1933, Startnummer 10
  • Gruppe E:           Baujahr 01.01.1946 – 31.12.1960
  • Dieter und Tina Horn, Team TÜV Süd, im Porsche 356 A T2 Coupé, Bj. 1957, Startnummer 39  ( Gesamtsieger)
  • Gruppe F1:         Baujahr 01.01.1961 – 31.12.1965
  • Willy und Christa Eisinger, Team Oldtimer Rallye Training, im Porsche 356 SC, Bj. 1964, Startnummer 31
  • Gruppe F2:         Baujahr 01.01.1966 – 31.12.1970
  • Christian Madey und Britta-Christin Rehberg im Porsche 911 E Targa, Bj. 1969, Startnummer 46
  • Gruppe G:          Baujahr 01.01.1971 – 31.12.1976
  • Marian Bronny und Claudia Kowalski-Bronny, Team Die Bronny’s, im Opel Manta A, Bj. 1972, Startnummer 40
  • Gruppe X:           Sonderklasse historische Rallyefahrzeuge
  • Martin Oszter und Gregor Heller, Team Heidelberger Brauerei 1, im Porsche 928, Bj, 1979, Startnummer 87

Den Pokal für die beste Mannschaft erhielten „Die Glorreichen 5“: Klaus Hermann und Tessa Mayer (Startnummer 8), Willy und Christa Eisinger (31), Dieter und Tina Horn (39), Stefano und Susanna Ginesi (52), Wolfgang und Regine Jung (184).

Die Damenwertung gewann das Team ASC LG Tradtion mit Tanja Vögele und Sissi Brandt (Startnummer 82).

Eine Übersicht über alle Teilnehmer und weitere Informationen sind im Rallye Journal unter www.heidelberg-historic.de unter dem Punkt Aktuelles zu finden.

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