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Symbolbild Kronau

KRONAU | 6.000 Einwohner-Schwelle überschritten

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29.08.2022 | Ganz im Stillen und unbemerkt hat Kronau kürzlich die 6.000 Einwohner-Schwelle überschritten. Wenige Wochen zuvor lag man noch gute 30 Personen unter diesem Wert.

Wann genau und wer die 6.000ste Person war, ist allerdings nicht mehr nachvollziehbar.

Zum 30. Juni 2022 wies Kronau jedenfalls nach den Daten des Einwohnermeldeamtes bereits 6.017 Kronauerinnen und Kronau auf. Genau einen Monat später am 30. Juli waren es bereits 6.024 Personen. Das weibliche Geschlecht lag dabei mit 3.025 zu 2.999 männlichen Einwohnern leicht vorne.

Ob die Ortschaft knapp weniger oder mehr als 6.000 Köpfe zählt, hat keine besondere Bedeutung – außer vielleicht mehr Prestige. Weder der Bürgermeister, noch die Gemeindebediensteten oder Gemeinderäte bekommen mehr Geld; der Gemeinde fallen auch keine neuen Zuständigkeiten oder Rechte zu. Nur für das Gemeindesäckel rentieren sich mehr Einwohner, da man höhere, rein einwohnerzahlenbezogene Finanzausgleichsmittel erhält, wobei der jährliche Stichtag für die Bemessung jeweils der 30. Juni ist.

Wie zäh sich ein Bevölkerungswachstum darstellt, belegen die folgenden Zahlen.

Im Jahr der Wiedervereinigung 1990 zählte Kronau 4.749 Einwohner, zur Jahrtausendwende 2000 waren es dann immerhin bereits 5.468 Personen. Aber erst jetzt, weitere 22 Jahre später fiel die nächste Tausendermarke.

Ein allzu schnelles kommunales Wachstum ist ohnehin nicht erstrebenswert, da die kommunale Infrastruktur auch entsprechend mitwachsen muss. Deutlich wird dies am Beispiel der Betreuungsplätze für Krippen- und Kindergartenkinder. Seinerzeit einkalkuliert und maßgeblich für den Kronauer Wachstum ist sicher die Besiedlung des Baugebiets West seit dem Frühjahr 2013. Die dortige, überwiegend junge Bevölkerung hatte den Bau und die Inbetriebnahme von zwei neuen, größeren Kindergärten und einer Waldkindergartengruppe zur Folge, um den höheren Betreuungsbedarf gerecht zu werden.
Auch in nicht unmittelbar sichtbare Infrastruktur, wie das Wasserleitungsnetz und die Kanalisation fließt regelmäßig viel Geld. Ebenso wie das lokale Arbeitsplatzangebot, die Verfügbarkeit von bezahlbarem Wohnraum sowie eine gute Nahversorgung mit Waren des täglichen Bedarfs beim Wachstum eine gewichtige Rolle spielen.

Ist man da – anders als in Kronau – nicht auch „auf Zack“ bekommt Bevölkerungswachstum schnell eine unerfreuliche Kehrseite.

Jedenfalls darf mach sich freuen, alles richtig gemacht und die Gemeinde Kronau zählt ab sofort zum erlauchten Kreis der 6.000-Einwohner-Kommunen im Land.

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