no comment – Der WILLI-Kommentar

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Der noComment-Kommentar
Wer nichts macht, macht nichts falsch…
Es ist sicher nur ein Beispiel, aber vielleicht eines das für das Deutsche steht:

Da war am Tag der Gewerbeschau in Forst (übrigens gut und erfolgreich), der ca. 30 Meter lange Bauzaun vor der Halle aufgrund des vorangegangenen nächtlichen Sturmes umgestürzt. Das ist bitter und ausgerechnet am Tag der ersten Gewerbeschau in der neuen Halle so ein Bild des Jammers. Voller Mitgefühl teilte ich es dem anwesenden Hauptamtsleiter der Gemeinde mit, der bereits Bescheid wusste und versicherte, dass die Baufirma seit dem Morgen verständigt sei. Mittlerweile war es aber schon Stunden später und noch niemand da.

Frage des interessierten Besuchers: „Warum stellen Sie ihn nicht einfach auf (zumal der Beamte auch versicherte, ein Anruf beim Bauhof genüge und der Zaun stünde umgehend).

Antwort des interessierten Hauptamtsleiters: „Wenn wir ihn aufstellen, sind wir verantwortlich, wenn er wieder umfällt“.


Nichts gegen den Hauptamtsleiter, der sich an das (gute, deutsche) Recht halten mag. Nichts gegen die Mitarbeiter der Baufirma, die dann auch irgendwann eintrafen. Und auch kein Vorwurf, dass ein Zaun bei Sturm umfallen kann. Ja das passiert. Wenn das aber stimmt, dann bleibt also ein umgefallener Bauzaun, den Gehweg versperrend, vor einer Besuchermesse dort liegen, sodass Fußgänger mit und ohne Kinderwagen an der gefährlichen Stelle die Fahrbahn überqueren mussten. Mal ehrlich: Wäre der Zaun auf der Fahrbahn gelandet wäre ganz sicher sofort der Bauhof ausgerückt oder man hätte den Zaun zur Seite gerückt.

Man könnte fragen, was denn das größere Risiko darstellt? Liegen lassen oder wegräumen? Aber das Problem ist ja gar nicht das Risiko oder die Gefährdung. Nein, die Verantwortung! Und wer will die schon übernehmen?

Daher mein Tipp für ein verantwortungsloses Leben:
Sollten Sie irgendwo einmal bspw. einen umgefallenen Werbeaufsteller vor einem Laden sehen oder einen Fahrradständer, der verschoben wurde, oder ein anderes Hindernis das den Gehweg behindert, irgendwo sehen: weitergehen! Nicht wegräumen! Am Ende geht das schlecht für Sie aus. Wenn im Wald ein Ast auf dem Weg liegt. Nicht wegräumen. Am Ende werfen Sie ihn genau da hin wo dann ein Mountainbiker drüber stürzt. Das kann Ärger geben. Liegen lassen.
Wenn ein Auto vor Ihnen an der Ampel mit Defekt stehen bleibt. Stehen lassen. Nicht wegschieben. Sie würden Ihr Auto dann unbeaufsichtigt zurück lassen. Das kann teuer für Sie werden.

Nichts tun ist sicherer. Wer nichts macht, macht bekanntlich nichts falsch. Der Spruch ist gar kein Scherz. Der ist ernst gemeint. Deutsch. Gut Deutsch. Amtsdeutsch.

Der deutsche Beamte lehrt uns: § 1: Zuständigkeit prüfen! Und wir sollten lernen: Wegschauen, liegen lassen, aussitzen.

U. Konrad
Ernüchtert


Übrigens! Hier Lösungsansätze für umgefallene Zäune:

  1. Zaun aufrichten und Werbeplanen kurzzeitig entfernen um Windangriffsfläche zu beseitigen (könnte allerdings Regressforderungen der Werber nach sich ziehen, weil die Werbung dann nicht zu sehen wäre)

  2. Zaun wegziehen und die akute Gefahr erstmal beseitigen (könnte Regressforderungen des Grundstückseigentümers hervorrufen, weil das Grundstück auf dem sie es ablegen evtl. unrechtmäßig betreten würde.

  3. Was für ein Zaun? (Könnte Strafe auslösen, weil Sie eine offensichtliche Gefahr ignoriert haben und ein Beamter Sie dabei beobachtet hat und Sie leider dem Ordnungsamt melden muss).

Eingestellt am 27.02.2017



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