no comment – Der WILLI-Kommentar

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Der noComment-Kommentar
Still ruht der See oder Forst geht baden

Besser hätte es Forsts Bürgermeister nicht aussuchen können. Pünktlich zum Ferienbeginn hat er die Öffnungszeiten im Heidesee verkürzt, weil er nicht verantworten wolle, dass dort gegen arbeitszeitrechtliche Vorschriften verstoßen werde. Grund seien die Arbeitszeiten des Bademeisters, die nicht den Vorschriften entsprächen, um den Badebetrieb aufrecht zu halten. Aber es gebe keine Bademeister, um dies aufzufangen. Eine Stellenanzeige erübrige sich daher, sagt uns ein Mitarbeiter aus der Verwaltung auf Nachfrage.

Die Besucher fragen sich, wie das jahrzehntelang funktionieren konnte? Eine berechtigte Frage, wenn man tausenden Gästen in einer Nacht und Nebel Aktion die Tür zu schlägt. Reinhold Gsell hatte die Situation in seiner Amtszeit anders eingeschätzt, ebenso sein Vorgänger Huber. Zwar möchte sich Gsell nicht äußern, lässt aber immerhin durchblicken, dass er die Aktion nicht für glücklich hält.

Und dann sind da die Gemeinderäte, die sich teils überfahren fühlen, weil sie bei der Entscheidung ein Wörtchen mitreden wollten, auch wenn es nicht in deren Zuständigkeit falle. Zu deren Problem wird es nun dennoch; immerhin sind nicht wenige Ferschder der Meinung, die Gemeindevertreter hätten dem zugestimmt. „Keineswegs“, lassen die dazu wissen. Ganz im Gegenteil bemängeln sie, dass man eigentlich nicht mehr darüber reden, geschweige denn nachdenken konnte, ja sogar den Eindruck hatten, darüber solle gar nicht geredet werden. Sie hätten sich „kreativere“ Lösungen gewünscht: Später öffnen, statt früher schließen. Auf die Wetterlage flexibel reagieren. Die Rutsche sperren, das Becken absperren. Oder einfach mehr Zeit, sich mit dem Problem auseinander zusetzen. Und so zeigt sich auch die Gemeinde- und Kreisrätin Hedwig Prinz über die Vorgehensweise ebenso wenig „amused“, wie viele ihrer Kolleginnen und Kollegen.

Zurück bleiben nun:
  • Badegäste, die am Montag draußen bleiben müssen.
  • Ein See, der auch montags Geld kostet aber nichts einbringt.
  • Lokale, die in den besten Wochen des Jahres nicht an 7, sondern nur an 5 Tagen Geld verdienen müssen.
  • Kartenbesitzer, deren Karten nun nicht mehr wert sind, was sie mal wert waren.
  • Berufstätige Schwimmer, die nach Feierabend eine Runde im See schwimmen wollten
  • Fußgänger, denen der Spaziergang durch das sogenannte 5 Cent Tor verwehrt bleibt.

Mittlerweile wird an der Kasse ein Fragebogen verteilt mit den Worten „Helfen Sie uns den See zu retten“:
 „… um den Freizeitpark kundenfreundlich aufstellen zu können, benötigen wir Ihre Unterstützung … Sie helfen uns damit,  die Kundenwünsche noch besser kennen zu lernen….  mit Fragen wie „Wie lange besuchen Sie den See? Wie oft? Morgens? Mittags? Abends?“             
Ja was denn nun? Erst schließen, dann fragen?
Ziel sei der Erhalt des Sees?! Ja ist denn die Schließung Thema? Wissen das die Gemeinderäte auch? Und die Pächter?  

Wäre der Sommer verregnet, kein Hahn (Hase) hätte danach gekräht. Nun ist es ein Jahrhundertsommer und das Problem wurde ein großes. So ist es eben, wenn man die Rechnung ohne den Wirt macht. Und der ist in diesem Fall, wie so oft, das Wetter.

A propos Wirt. Pächter sprechen von Umsatzeinbußen, die in diesem Traumsommer schnell schwindelerregende Höhen erreichen. Der Bürgermeister habe die Frage, wie denn die Gastronomie mit der Schließung umgehen solle damit beantwortet, dass dies nun eben „Pech“ sei. Nun ja, wer solche Freunde hat … Baden, Essen, Trinken und Freizeit sollten ja wohl eher partnerschaftlich erfolgen.
Auch gebe es Signale aus dem Rathaus, dass man sich derzeit keine Gedanken über Investitionen machen solle. Quo vadis Heidesee?

Und so dümpeln die Besucherzahlen in den besten Tagen des Jahres vor sich hin und diejenigen, die Geld verdienen müssen gleich mit.

Und wir haben mit dem Aufreger ein Sommerloch gefüllt, das uns in den Herbst trägt.

*Leider müssen wir hier zum Redaktionsschluss hier aussteigen und wissen auch nicht wie es weiter geht. Bis Sie diesen Kommentar lesen, gibt’s vielleicht schon neue Überraschungen.


U. Konrad
Ab heute bitte montags bis freitags keine Anrufe.

*Verfolgen Sie auf KraichgauTV im Fernsehen und im Landfunker, was es Neues gibt. Unsere Kollegen vom Medientrio hören dazu Gemeinderäte, Badegäste, Bürger und Restaurantbesitzer und den Bürgermeister.

Eingestellt am 28.08.2018



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